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Die "DILTS-Methode"
bei Legasthenie/LRS, Dyskalkulie/Rechenschwäche
und anderen Lern- und Verhaltensproblemen

Wenn man Legasthenie/LRS (Lese- und Rechtschreibschwäche, Dyslexie) oder Dyskalkulie (Rechenschwäche) nicht als „Teilleistungs-Schwäche“, als Veranlagung (Gene!) oder gar als Schicksal  begreift, sondern als das Ergebnis einer ungeeigneten Lernstrategie, dann kann man die Symptome mit den Methoden des Visuellen Lernens viel leichter mildern (oder gar beheben) als mit den Strategien aus anderen Erklärungsmodellen. Trainiert wird dabei die Visuelle (vorm. Graphologische) Bewusstheit , die wahre Stärke der sicheren Lerner.

Benannt ist die Methode nach Robert Dilts, der die sog. "Rechtschreib-Strategie" unter Benutzung von NLP-Werk- zeugen entdeckt, aufgeklärt und beschrieben hat [1]. Er ist einer der Mitbegründer des NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren). Eine gute Definition für NLP finden Sie unter hier.

Seither wurde die Buchstabierstrategie nach Dilts zur "DILTS-Methode" weiter entwickelt [2].

Die DILTS-Methode ist den leistungsfähigen Recht­schreibern und Rechnern von Natur aus vertraut. Sie wurde von ihnen regelrecht "abgeschaut", wurde also nicht erfunden oder künstlich konstruiert. Sie ist in der täglichen Praxis mil-li-onen-fach verbreitet und stellt eine Art "natürliches Wissen und Können" dar. Hierbei handelt es sich um die gekonnte Benutzung beider Hemisphären des Gehirns: des Bilder-Speichers (in der rechten Hemisphäre für Bilder) und der Logik-Abteilung (in der linken Hemisphäre für "Abstraktes"). Als Metaphern dienen u. a. das sog. "Innere Wörterbuch" für Buchstaben und Wörter, und das sog. "Innere Mathebuch" für Zahlen und Gleichungen.

Wohlgemerkt: Der Bilder-Speicher enthält die bei jedem Menschen vorhandene visuelle Erinnerung. Beim Lesen, Schreiben, Rechnen benutzt man ihn als (sicheres) Standbein. Dazu kommt in jedem Fall das Gefühl als Kontrolle: Jeder leistungsfähige Rechtschreiber kennt das, wenn es ihn beim Anblick eines Tippfehlers "graust" oder er ihm "weh tut". Die korrekte Schreibweise dagegen "tut gut".

Ein Selbsttest: Schauen Sie sich mit geschlossenen Augen die Schreibweise einiger Wörter an, die Sie sich selbst vorsagen. Sind Sie ein sicherer Rechtschreiber, dann sehen Sie vermutlich nur die korrekte Schreibweise vor sich, sind Sie eher Kreativschreiber, dann sehen Sie mitunter zwei oder mehr Schreibweisen "zur Auswahl".

Auch sehr phantasievolle "Kreativschreiber" haben viele Wörter, die sie praktisch nie falsch schreiben. Wie machen sie das wohl?! Genau diese Fähigkeit der visuellen Erinnerung wird gestärkt - bis möglichst alle Wörter dauerhaft richtig geschrieben werden, zu 100% = alles richtig!

Die DILTS-Methode bietet das KnowHow der leistungsfähigen Rechtschreiber und Rechner in leicht trainierbarer Form an, ist also keine wissenschaftlich-abstrakte Theorie, sondern etwas, was Sie selbst und mit eigenen Augen und Ohren jederzeit nachvollziehen können. Auch ADS/ADHS wird verständlich vor diesem Hintergrund - und behandelbar.

[1] in: Schick "NLP und Rechtschreibstrategie", Junfermann-Verlag

[2] Einschlägige Bücher s. hier